Triumph

Triumph

Gründung 1886 in Coventry/England als Triumph Cycle Company. Zunächst Produktion von Fahrrädern und (ab 1902) Motorrädern.

1923 Vorstellung des ersten Triumph-Automobils. 1924 rüstete Triumph ein neues Modell als erster britischer Hersteller serienmäßig mit hydraulischen Bremsen (Lockheed) aus. Ab Ende der 1920er Jahre große Verkaufserfolge durch aufsehenerregende Langstrecken- und Rekordfahrten (Durchquerungen von Australien und Neuseeland; Fahrt New York – Los Angeles – Vancouver).

1930 Namensänderung in Triumph Motor Company.
Nach dem Eintritt von Donald Healey in die Entwicklungsabteilung (1934) Bau einer Reihe schneller und leistungsstarker Modelle, die zwar beachtliche Erfolge im Rennsport erzielten (u.a. Rallye Monte Carlo und Internationale Alpenfahrt), die konstanten wirtschaftlichen Probleme des Unternehmens jedoch nicht beheben konnten. Nach der Fahrrad-, wurde daher 1936 auch die Motorradsparte verkauft, um die hohen Verluste aus der Automobilproduktion abzudecken. Dennoch 1939 Konkurs der Triumph Motor Company.

1944 Kauf der Namensrechte durch die Standard Motor Company, die den Namen Triumph für ihre luxuriöseren und sportlicheren Modellreihen verwendete.

Mit der 1953 aufgelegten TR-Modellreihe (ausschließlich Roadster) konnte Triumph an die sportlichen Erfolge der Vorkriegszeit anknüpfen. Darüber hinaus wurde diese Modellreihe ein großer wirtschaftlicher Erfolg, nicht zuletzt dank starker Nachfrage in den USA und in Kanada.
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Die TR-Modelle im einzelnen:

TR2        1953-1955        4 Zylinder, 1.991 ccm, 91 PS.
TR3        1955-1957        4 Zylinder, 1.991 ccm, 96-101 PS.
TR3A     1957-1961        4 Zylinder, 1.991 ccm, 101 PS.
TR4        1961-1965        4 Zylinder, 2.138 ccm, 101 PS. Design: Michelotti.Erstes Modell mit Kurbelscheiben.
TR4A      1965-1967       4 Zylinder, 2.138 ccm, 105 PS.
TR4A IRS    1965-1967        Wie TR4A, jedoch Einzelradaufhängung hinten.
TR5 PI    1967-1968        6 Zylinder, 2.498 ccm, 152 PS. Erstes britisches Fahrzeug mit (mechanischer) Benzineinspritzung (Lucas). Karosserie wie TR4/TR4A.
TR250    1967-1968        Sog. „Federal“-Ausführung zum TR5 PI nur für USA und Kanada (Abgasbestimmungen). 2 Stromberg-Vergaser, 105 PS.
TR6        1969-1976        6 Zylinder, 2.498 ccm, 152 PS, ab 1973 127 PS. Motor wie TR5 PI. Design: Karmann.
TR6 „fed.“    1969-1976        Ausführung USA/Kanada.  2Stromberg-Vergaser, 105 PS, ab 1972 107 PS.
TR7        1975-1981        4 Zylinder, 1.998 ccm, 93-106 PS. Design: Triumph (Cabriolet und Coupé).
TR8        1980-1981        V 8 Zylinder, 3.528 ccm. 135 PS (Vergaser) bzw. 139 PS (Einspritzer). Nur 2.722 Exemplare ausschließlich für den amerikanischen Markt produziert.

Weitere bekannte Triumph-Modelle waren Herald (1959-1971), Vitesse (1962-1971), Dolomite (1972-1980), der ebenfalls von Michelotti entworfene kleine Roadster Spitfire Mark 1-4 (1962-1980, 4-Zylinder, 1.147- 1.493 ccm, 58-76 PS) sowie das Sportcoupé GT6 (1966-1973, 6 Zylinder, 1.998 ccm, 80-105 PS).

Nach Vereinigung mit der British Leyland Motor Corporation (Austin, Austin-Healey, Morris, MG, Rover, Jaguar, Daimler, Wolseley, Riley) begann für Triumph ab 1970 der langsame Abstieg. Wesentlichster Grund war die Tatsache, dass man sich im Konzern (auch aus Geldmangel) nicht dazu entschließen konnte, einen neuen Sportzweisitzer zu entwickeln, der für einen längeren Zeitraum den amerikanischen Sicherheits- und Abgasanforderungen entsprochen hätte. Schon die Modelle TR250 und TR6 Federal waren diesbezüglich Verlegenheitslösungen.

1981 wurde die Produktion eigenständiger Triumph-Fahrzeuge eingestellt und bis 1984 nur noch der Honda Acclaim endmontiert.

Die Markenrechte an Triumph (wie an Mini und Riley) liegen seit 1994 bei BMW.